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Napier

Die Hawke’s Bay und damit auch Napier wurden am 3. Februar 1931 von einem Erdbeben mit einer Stärke von 7,8 auf der Richter-Skala erschüttert. Napier wurde durch das Beben und das anschliessende Großfeuer völlig zerstört.
Durch das Erdbeben wurde der Erdboden um teilweise bis zu 2,7 Meter angehoben, sodass aus der Ahuriri-Lagune sowie aus den grossen Wattgebieten 40 km² Neuland entstanden.
Trotz der noch andauernden Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre wurde die Stadt Napier im Art-déco-Stil wieder aufgebaut. „Lasst uns eine neue Epoche beginnen“, sollte die Botschaft an die Menschen der Stadt sein. So wurden Architekturstudenten und Arbeitslose aus dem ganzen Land nach Napier gesandt und mit dem Wiederaufbau betraut. Die Pastellfarben entstanden dabei aus der Not heraus, wobei die Farben mit Wasser gestreckt wurden. Darüber hinaus war Art déco eine der günstigsten Varianten, um die Stadt wieder aufzubauen, da Betonplatten als preiswertes Baumaterial verwendet werden konnten und auch die Dekoration an den Häusern in diesem Stil relativ einfach war.


Ahuriri


Sunken Gardens mit Pania of the Reef

Pania ist eine mythologische Figur der Maori und Wahrzeichen von Napier.
Die im Jahr 1954 an der Strandpromenade errichtete Bronze-Statue wurde 2005 gestohlen, später jedoch wieder aufgefunden und an ihrem ursprünglichen Platz wieder aufgestellt.
Die Legende ist ähnlich der Kleinen Meerjungfrau aus dem Andersen-Märchen. Ein weibliches Seelebewesen verliebt sich in einen jungen Maorihäuptlingssohn und kann nur nachts auf dem Land leben. Der junge Mann versucht sie mit einem Trick an Land zu halten und alles geht schief, sie verschwindet auf Nimmerwiedersehen im Meer.
Angeblich kann man Pania mit ausgestreckten Armen tief im Wasser sehen. Es ist nicht bekannt, ob sie ihren Geliebten anfleht, seinen Verrat zu erklären, oder ob sie ihm ihre anhaltende Liebe ausdrücken will. Das Meer vor Napier wird nun von Moremore, dem Sohn von Pania und dem Häuptlingssohn, beschützt. Er verkleidet sich oft als Hai, Rochen oder Krake.


Peter hat natürlich eine nette Fussgängerampel entdeckt. Bei Rot sitzt der Hund neben einem Mann, bei Grün läuft er mit einer Frau über die Strasse.

Vor 36 Jahren konnte man an jeder Ecke wunderschöne Postkarten und vor allem auch Briefmarken mit häufig wechselnden Motiven kaufen. Das gestaltet sich im Zeitalter von sozialen Medien schwieriger. Postkarten gibt es noch, aber sie fristen meist ein Dasein in dunkleren Ecken im Laden 😊.
Briefmarken zu bekommen ist in den kleineren Orten, in denen wir bisher waren, auch nicht einfach. Eine Dame von der Post erklärte mir, dass sie nur noch die sehr wenigen gängigen Werte vorrätig hätten. Angeblich gibt es in grösseren Poststellen mehr Auswahl – die Briefmarkensammler unter euch müssen sich wohl gedulden.
Als wir dann zwei Postkarten inkl Marken fertig geschrieben hatten, fanden wir keinen Briefkasten. In Napier dann packte uns aber endgültig der Ehrgeiz– und ja, wir wurden fündig!!!


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